Trainingslager-Tagebuch: Tag 4

Aus der Sicht eines Rennfahrers - Tag 4

In längs verlaufende, eng getafelte Wellen erstreckt sich das Vorland Richtung Tavullia. Die vielen Anstiege des Tages werden sich auf 1250 Höhenmeter summieren. Die Kletterei zehrt an den Kräften – und wirklich oben ist man nie. Nach dem ersten Wasserhalt in Tavullia fahren wir Richtung Urbino. Nach dem Stopp stürzen wir uns in die Tiefe. Die Abfahrt ist ziemlich gefährlich, es hat Schlaglöcher und Kieselsteine, weshalb man höllisch aufpassen muss. Nach einem kurzen flachen Zwischenstück nehmen wir den Aufstieg nach Urbino in Angriff. 

Auch der letzte Anstieg geizt weder mit Höhenmeter noch mit wunderbarer Landschaft. In der Universitätsstadt Urbino kehren wir ein und trinken Kaffee und Cola.

Nach der Abfahrt von Urbino stemmt sich der Wind vom Meer immer stärker gegen uns. Ich versuche im Windschatten vom Vordermann dranzubleiben. Nach einer Weile komme ich dran um Führungsarbeit zu verrichten. Jetzt wird es hart, ich muss gegen den Wind stampfen, liege gebeugt über den Lenker. Endlich steht Riccione auf dem Strassenschild. Wir sind wieder zurück und ich steige vom Rad, schütte mir ein vollverdientes Bier in den Rachen.

Laszlo